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Donnerstag, 11. März 2004
(bov um
17 uhr nochwas)
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mv, 11. Mrz, 19:27
Danke für den Hinweis! Übrigens habe ich begonnen, mir Sorgen um Jochen Schmidt zu machen.
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the frank, 11. Mrz, 19:45
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bov, 12. Mrz, 15:25
Herr mv, um den müssen Sie sich nicht mehr Sorgen machen als üblich. Weblog zu schreiben hat er vermutlich aufgehört, als endlich auch ihm die Ladezeit der Seite zu lang wurde. "Oh, die Seite ist voll. Schade." So in etwa wird's gewesen sein.
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MH, 11. Mrz, 19:51
Hochkultur. Keine Frage.
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knoerer, 12. Mrz, 15:59
Schon. Aber nicht verkehrt, will mir scheinen. (Womit ich nicht unterstellen will, dass Sie das damit meinten. Dass es verkehrt sei.)
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MH, 12. Mrz, 16:24
Zu wenig gesehen, aber das Gespreize in der ndl finde ich schon seltsam.
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ulysse, 13. Mrz, 11:58
Leserservice
... da die Leute ja zu glauben scheinen, Dichtung funktioniere über ein Treatment. / Wer meine Arbeiten kennt, weiß, daß ich bisher n i e etwas Banales schrieb. / Eine wahre Aussage über Realität wird in dem Moment, da man sie schreibt, falsch. Schon weil man auslassen muß. Weil man Substantielles von Akzidentiellem trennt. Und also vorbewertet. / Das Unstetige des physiklischen Sprungs (Zeit fließt eben nicht stetig) hab ich in die Bücher längst hineingenommen, für eine Körnigkeit des Raums (Planck Länge: 10 hoch –99 für ein Raum-Korn), also die Roman-Faktur hab ich noch keine Lösung. Immerhin funktioniert, insoweit Materie aus Knoten in Spin-Netzwerken besteht, das Mehrfach-Spiegelmodell sehr gut. / Man nennt, was ich gestern abend und wiederholt heute morgen hatte, einen Erkenntnisschauer. / abends - Blick aus dem Café ins Geschäft gegenüber. Wie seltsam dickleibige Glatzköpfe aussehen, die einen schwarzen Knebelbart tragen! Ohnedies: Glatzen und Bärte... / ... ich fang mich und meine Arbeit schon wieder. Sie wäre aber wenig wert, läge ihr nicht bisweilen ein seelischer Kontrollverlust zugrunde.
Sie raten richtig: Der Grund ist eine Frau. Und ich publizier darüber nicht eher, als bis diese Leidenschaft eine nicht-private, also poetische Form gefunden hat ANH / Endlich, nach ziemlichem Herumgestümper, unter massivem Matthäus-Passions-Einfluß mit der Erzählung „Charlotte de Lusignan“ in Fahrt gekommen für Bettina Hesses neue Anthologie. // Und eine Bemerkung, ich glaube, von Do: „Die Lust, intelligent zu sein.“ Das sitzt. ... link
the frank, 15. Mrz, 12:02
wieso? es ist doch aber total bewegend mit anzusehen, wie der dichter - dieser auserkorene poeta vates! -, um die schiere tragweite seines tuns zu veranschaulichen, seine poetologie erweitert um die modelle moderner (modernster!) physik (die er wahrscheinlich auf dem niveau von sekundarstufe II verstanden hat; womöglich hat er aber auch nur aus "beginnlosigkeit" abgekupfert).
daß ich bisher n i e etwas banales schrieb - präteritum, logisch. kommt hier richtig geil. ... link
bov, 17. Mrz, 22:49
Es wäre schön, wenn Sie diese Art der Berichterstattung hier weiterführen könnten, in- oder extensiv, ganz wie es beliebt.
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ulysse, 18. Mrz, 14:06
Im Regionalzug: Plötzliche Aufregung sehr junger Menschen (Schulausflug?). Kreischen, Wogen: "Er i s t es!" Dann: "Habt ihr einen Edding?" "Ein Promi! Ein Promi!" (Paralipomena V, 13.11.2003)
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ulysse, 18. Mrz, 14:10
Schreiben als Luxus: Wie ein Sammler kein häßliches Stück in seiner Sammlung duldet, so kein Dichter einen häßlichen Satz in seinem Stück. (Zu den Paralipomena & Paralipomena IV, 09.11.2003)
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ulysse, 18. Mrz, 14:11
Meeresfrüchte
Meeresfrüchte. Wo das, wovor man sich ekelt, nur angedeutet und also wieder zugelassen wird, ja Lust verschafft ... wie im Sexuellen. Die Verfeinerung des Geschmacks lebt von seiner Animalisierung! (Paralipomena III, 08.11.2003)
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ulysse, 21. Mrz, 14:51
Bacon in Basel, Nachgang: Bilder als Palimpseste für in Symbole aufgelöste, dahinterliegende Wirklichkeiten.
[momenthaft wie Benjamins aufschießende Wahrheit] ... link
ulysse, 21. Mrz, 14:54
Dann heißt das eben auch, daß sie Harry Potter die Urszene ersparen möchte
Idee für eine Kurzgeschichte: Es werden Werbetexter, -grafiker, aber auch Produkt-Innovatoren umgebracht, weil sie die edlen Namen von Naturgeistern mißbrauchten, z.B. Ariels.
NACHSATZ "Charlotte de Lusignan" beendet, die jetzt schlicht "Auf ein Bild von John Collier" heißt. ... link
bov, 30. Mrz, 16:13
ein Erdblut, das monatlich, mondlich, austritt. Das stimmt doch gar nicht.
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anh, 1. Apr, 10:17
Was meinen Sie mit "stimmt nicht"?
Seltsame Kategorie, wenn man "stimmen" allegorisch betrachtet. Naturwissenschaftlich gesehen, ist auch das serielle Spiel "Salz-Metall-Blut" höchst zweifelhaft, zumal verkoppelt mit der adverbialen Ableitung "hämatin", ein Wort, das es n i c h t g i b t; es fußt allein auf einer Assonanz. Zu dem ganzen Komplex siehe www.die-dschungel.de.
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bov, 1. Apr, 18:06
Danke für den Link! Ich find den Text auf den ersten Blick interessant, auf den zweiten Blick dubios, auf den dritten Blick find ich die Fragen richtig, aber die Antworten falsch, und auf den vierten Blick wünsch ich mir ein knackiges Abstract davor. "Pitchen Sie doch mal! - Und wo ist der USP?"
"Widerstandsformen im Mythos"? Da muss natürlich Mutter Erde drauf los menstruieren, drunter geht es ja kaum. Das "Flirren" wird arg schnell zum "Raunen". (Und gegen Raunen lässt sich schlecht argumentieren, allenfalls witzeln: "Erdblut? Die Erde hat ihr Klimakterium doch lang schon hinter sich! Erinnern Sie sich gar nicht mehr an diese üblen Hitzewallungen vor '45?") Das alles aber nur, weil Sie gefragt haben. ... link
anh, 1. Apr, 22:43
Hätte Sie ihr Klimakterium hinter sich...
...gäbe es (symbolisch gesprochen) nichts Neues... und das ist ja wohl Blödsinn. "Erdblut" ist nicht geraunt, sondern eine Allegorie... übrigens werden Sie den Tristan-Akkord kaum ein Raunen nennen wollen, was ja ein ebensolcher Blödsinn wäre... Sie können natürlich auch Heisenbergs Unschärfe-Modell "raunend" nennen und unschwer mit dem Österreicher Hitler konnotieren... *lacht auf* - Gegen Abstracts hab ich einzuwenden, daß sie unterstellen, es gebe Substantielles, das von Nebensächlichem unterschieden sei. Halt ich für falsch. Schon seit Aristoteles.
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anh, 1. Apr, 22:48
Im Kreuz- oder Übersprungs-(lach)"verfahren" nun zu ulysse...
Gratulation. Mehrdeutiger läßt sich ein "abstract" (siehe hierüber) kaum gestalten. Nur das mit dem "Fragment" hab ich nicht verstanden. Scheint mir ein Rekurs auf inneren Kitsch zu sein, der sich im Text selber nicht findet. Unabgeschlossenheit ist eben n i c h t Fragmentarität.
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ulysse, 8. Apr, 08:26
Baedeker für Dezisionisten
Heute: Ein "poetisch-guter, zudem pulsierender Lebensentwurf".
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ulysse, 20. Apr, 21:05
Herbst übt Strauss
Das Wörtchen "geil" hat uns von unseren Körper-Lüsten getrennt, es hat sie uneigentlich gemacht.
Allein wovon im letzten Jahr das heitre Wörtchen "geil" abgelöst worden ist, könnte alarmieren. Galt nämlich bis vor kurzem noch: Post coitem omne animal triste… also jedes Tier sei nach dem Liebesakt traurig… so ist es nunmehr nur noch "cool". Der zeitgenössische Mensch, so wollen es Umgang und Sprache, ist abgeklärt und unbetroffen … was auch heißen kann: kein Tier mehr. [...] Dem geht die entsinnlichte Schein-Sexualisierung der Kommerz-Kunst durchaus parallel. ... link
ulysse, 27. Apr, 10:27
Genres der Überschätzung
Der Autor richtet sich für eine Frankfurter Vorlesung ein. Übung 2: Das kleine Man. "Von hier aus betrachtet erhält das unausgesprochene Verbot, in Zeitungsartikeln und Rundfunkkommentaren 'Ich' zu schreiben, bzw. zu sagen, einen höchst bedenklichen Akzent."
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anh, 24. Mrz, 12:33
ANH
Ist doch ganz wunderbar, welche Wellen das jetzt schlägt... äh? "Wellen"? Ah, ich vergaß völlig!
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the frank, 24. Mrz, 12:45
Alles Nur Hochkultur
allmählich zerrüttet das alles hier meine protection shields: bin inzwischen im begriff, mir ein paar der herbst´schen romane zu bestellen. allerdings wüsste ich dann auch gern, wer von den hiesigen mitstreitern DAFÜR provision kassieren wird!?
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anh, 24. Mrz, 13:36
laut auflachend
Niemand. Das tut mir echt leid für Sie. Wirklich, nichts davon intendierte ich. Aber vielleicht geht man mal ein Bier trinken... ich meine, vielleicht geb ich eins aus. Nein, ich bin nicht knausrig. Also okay, ich geb dann eins aus. Im Atamé, Montag abends, "Stamm"(lol)"tisch" im Beisein von Karl Kraus' Enkel (http://www.fackel.business.t-online.de/) Eisenhauer.
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bov, 24. Mrz, 13:56
(Pssst, Herr Herbst! Ich komm dann mal rum. Aber denken Sie daran: in kleinen Scheinen.)
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anh, 24. Mrz, 15:37
Lire wären toll: Kleine Scheine, große Zahlen.
ähm, ich entsinne mich eines Satzes von Man Ray (a u c h Hochkultur? Das Wort läßt immer an die Khmer denken...): "Die Banane ist groß, doch ihre Schale ist kleiner."
(Und da es Lire nicht mehr gibt, bin ich schon aus Zeitgenossenschaft für --------- Rials*.) ((*Plural von "Rial". www.cosmoquiz.com) ... Link
bov, 24. Mrz, 19:46
ja, in welcher währung Sie mich bezahlen, ist mir eigentlich egal. rials sind blöd, da wird einem beim umtauschversuch doch garantiert die hand abgehackt. keine hand und nen sack von rials, nee, das wär mir nix.
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anh, 24. Mrz, 20:02
Auch das Gold ist da teuer
Ich saß da mal sieben Stunden auf dem Flughafen fest... und habe alle Extremitäten behalten (ich weiß: gefährlich, sowas hier zu sagen, das wird einem glatt unterm Hintern wegkommentiert, lach)...
Dennoch: Die Scheine sind sehr schön, und man kann sie heutzutage gut gebrauchen, wenn man heil durch Terroristenaufmärsche durchkommen will. Für die Terrorismusgegner wiederum hißt man einfach stars&mcnuggets... ... link ... Comment
anh, 24. Mrz, 17:09
Titel wie dort:
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anh, 13. Jul, 23:22
He, bov, warum geht das hier nicht weiter?
Ulysse, wo sind Sie? C i r c e ruft, und sie ist diesmal vorbereitet.
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