eier, erbsen, schleim & zeug

Donnerstag, 11. März 2004
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Alban Nikolai Herbst sein Weblog

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Danke für den Hinweis! Übrigens habe ich begonnen, mir Sorgen um Jochen Schmidt zu machen.

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übrigens habe ich begonnen, mir sorgen um den wörterberg zu machen sorry, ich will ja aber nicht nerven.

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Herr mv, um den müssen Sie sich nicht mehr Sorgen machen als üblich. Weblog zu schreiben hat er vermutlich aufgehört, als endlich auch ihm die Ladezeit der Seite zu lang wurde. "Oh, die Seite ist voll. Schade." So in etwa wird's gewesen sein.

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Hochkultur. Keine Frage.

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Schon. Aber nicht verkehrt, will mir scheinen. (Womit ich nicht unterstellen will, dass Sie das damit meinten. Dass es verkehrt sei.)

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Zu wenig gesehen, aber das Gespreize in der ndl finde ich schon seltsam.

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Leserservice
... da die Leute ja zu glauben scheinen, Dichtung funktioniere über ein Treatment. / Wer meine Arbeiten kennt, weiß, daß ich bisher n i e etwas Banales schrieb. / Eine wahre Aussage über Realität wird in dem Moment, da man sie schreibt, falsch. Schon weil man auslassen muß. Weil man Substantielles von Akzidentiellem trennt. Und also vorbewertet. / Das Unstetige des physiklischen Sprungs (Zeit fließt eben nicht stetig) hab ich in die Bücher längst hineingenommen, für eine Körnigkeit des Raums (Planck Länge: 10 hoch –99 für ein Raum-Korn), also die Roman-Faktur hab ich noch keine Lösung. Immerhin funktioniert, insoweit Materie aus Knoten in Spin-Netzwerken besteht, das Mehrfach-Spiegelmodell sehr gut. / Man nennt, was ich gestern abend und wiederholt heute morgen hatte, einen Erkenntnisschauer. / abends - Blick aus dem Café ins Geschäft gegenüber. Wie seltsam dickleibige Glatzköpfe aussehen, die einen schwarzen Knebelbart tragen! Ohnedies: Glatzen und Bärte... / ... ich fang mich und meine Arbeit schon wieder. Sie wäre aber wenig wert, läge ihr nicht bisweilen ein seelischer Kontrollverlust zugrunde.
Sie raten richtig: Der Grund ist eine Frau. Und ich publizier darüber nicht eher, als bis diese Leidenschaft eine nicht-private, also poetische Form gefunden hat ANH
/ Endlich, nach ziemlichem Herumgestümper, unter massivem Matthäus-Passions-Einfluß mit der Erzählung „Charlotte de Lusignan“ in Fahrt gekommen für Bettina Hesses neue Anthologie. // Und eine Bemerkung, ich glaube, von Do: „Die Lust, intelligent zu sein.“ Das sitzt.

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Ok, ok, das ist schon ein ziemlich ueberzeugendes worst off.

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wieso? es ist doch aber total bewegend mit anzusehen, wie der dichter - dieser auserkorene poeta vates! -, um die schiere tragweite seines tuns zu veranschaulichen, seine poetologie erweitert um die modelle moderner (modernster!) physik (die er wahrscheinlich auf dem niveau von sekundarstufe II verstanden hat; womöglich hat er aber auch nur aus "beginnlosigkeit" abgekupfert).

daß ich bisher n i e etwas banales schrieb

- präteritum, logisch. kommt hier richtig geil.

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Es wäre schön, wenn Sie diese Art der Berichterstattung hier weiterführen könnten, in- oder extensiv, ganz wie es beliebt.

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Wo steht ein Werk? Für was steht ein Werk?

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ein Erdblut, das monatlich, mondlich, austritt. Das stimmt doch gar nicht.

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Was meinen Sie mit "stimmt nicht"?
Seltsame Kategorie, wenn man "stimmen" allegorisch betrachtet. Naturwissenschaftlich gesehen, ist auch das serielle Spiel "Salz-Metall-Blut" höchst zweifelhaft, zumal verkoppelt mit der adverbialen Ableitung "hämatin", ein Wort, das es n i c h t g i b t; es fußt allein auf einer Assonanz. Zu dem ganzen Komplex siehe www.die-dschungel.de.

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Danke für den Link! Ich find den Text auf den ersten Blick interessant, auf den zweiten Blick dubios, auf den dritten Blick find ich die Fragen richtig, aber die Antworten falsch, und auf den vierten Blick wünsch ich mir ein knackiges Abstract davor. "Pitchen Sie doch mal! - Und wo ist der USP?"

"Widerstandsformen im Mythos"? Da muss natürlich Mutter Erde drauf los menstruieren, drunter geht es ja kaum. Das "Flirren" wird arg schnell zum "Raunen". (Und gegen Raunen lässt sich schlecht argumentieren, allenfalls witzeln: "Erdblut? Die Erde hat ihr Klimakterium doch lang schon hinter sich! Erinnern Sie sich gar nicht mehr an diese üblen Hitzewallungen vor '45?")

Das alles aber nur, weil Sie gefragt haben.

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Leserservice
Fokussierende SinnesTotalität/Dorf ist eine Variable wie Jugendzeit/verortbarer Ausfluß/bemannte Raumfahrt/Neurolinguistisches Programmieren (NLP)/realistischer Realismus/Qualität eines Dichtwerkes/soziales Placebo/industrielle Reservearmee/Verzicht auf das Subjekt als Verzicht auf Dauer/Meine Dichtung, wie die Welt, soll fließen/Subjekte des NS-Staates/Geschichte kontinuierlichen Fühlens/DNS/Muttermilch/Äquivalenzform. 1 und 0/Systemkritik muß Matrixkritik werden/Alles wäre Kunst, und Nichts wäre Alles/romantischer Hang zur "Tiefe"/Wahrlügen/Mywellen/Die Matrix ist ein Schema/Grundanweisung für ein Fraktal/einfühlsamer Roman über Adolf Hitler/Selbstbewußtsein der Demokratie/das muß ich auf mich nehmen/gespickt mit Verantwortlichkeit/postorgane Trichonomie/Freisprechanlage/Interessencluster/Das Körpereigene "schießt" auf Eindringlinge und Wirtschaftsasylanten/Flirren läßt sich nicht funktionalisieren/Gerichtetes Gehen ist flirrend unmöglich/"schweifendes Denken"/digitus=Finger/Es gibt auch eine biologische Notwendigkeit, sich von seinem Körper zu trennen/Volksschule/Was tut ein Arbeiter bei Philip Holzmann/Monotheismus/Piktogrammisierung der Sprache/Dem moralisch Distinkten entspricht aber das realistisch Distinkte/bei schneller Bewegung verfließen die Objekte/Piercing Branding Mutilation/Möglicherweise gibt die Matrix neue Widerstandskulturen sogar in Auftrag/Das beunruhigend Ausfällige/Wahrheitsfunktionen/Lara Croft/Das Menschliche als Enzym der Matrix/Dieser Vortrag ist ein mythischer Roman/"Sternenkind"/kybernetische kettenreaktive Bomben/Virus und Dämon/Hacker und Dichter/Dichtung sollte nicht stetig sein/poetische Graffiti auf den Hochglanzfassaden/Gesänge, die Lust bereiteten/Der Perversität von Literatur entspricht ihr Manierismus/Literatur sollte nicht klagen/das poetische Gebot der belletristischen Stunde/Ich danke für Ihre Geduld. (Vollständiges Konzentrat des poetologischen Fragments Flirren im Sprachraum von A. N. Herbst)

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Hätte Sie ihr Klimakterium hinter sich...
...gäbe es (symbolisch gesprochen) nichts Neues... und das ist ja wohl Blödsinn. "Erdblut" ist nicht geraunt, sondern eine Allegorie... übrigens werden Sie den Tristan-Akkord kaum ein Raunen nennen wollen, was ja ein ebensolcher Blödsinn wäre... Sie können natürlich auch Heisenbergs Unschärfe-Modell "raunend" nennen und unschwer mit dem Österreicher Hitler konnotieren... *lacht auf* - Gegen Abstracts hab ich einzuwenden, daß sie unterstellen, es gebe Substantielles, das von Nebensächlichem unterschieden sei. Halt ich für falsch. Schon seit Aristoteles.

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Im Kreuz- oder Übersprungs-(lach)"verfahren" nun zu ulysse...
Gratulation. Mehrdeutiger läßt sich ein "abstract" (siehe hierüber) kaum gestalten. Nur das mit dem "Fragment" hab ich nicht verstanden. Scheint mir ein Rekurs auf inneren Kitsch zu sein, der sich im Text selber nicht findet. Unabgeschlossenheit ist eben n i c h t Fragmentarität.

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Baedeker für Dezisionisten

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Im gebundenen Schatten eines Biedermeiers

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Genres der Überschätzung

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ANH
Ist doch ganz wunderbar, welche Wellen das jetzt schlägt... äh? "Wellen"? Ah, ich vergaß völlig!

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Alles Nur Hochkultur
allmählich zerrüttet das alles hier meine protection shields: bin inzwischen im begriff, mir ein paar der herbst´schen romane zu bestellen. allerdings wüsste ich dann auch gern, wer von den hiesigen mitstreitern DAFÜR provision kassieren wird!?

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laut auflachend
Niemand. Das tut mir echt leid für Sie. Wirklich, nichts davon intendierte ich. Aber vielleicht geht man mal ein Bier trinken... ich meine, vielleicht geb ich eins aus. Nein, ich bin nicht knausrig. Also okay, ich geb dann eins aus. Im Atamé, Montag abends, "Stamm"(lol)"tisch" im Beisein von Karl Kraus' Enkel (http://www.fackel.business.t-online.de/) Eisenhauer.

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(Pssst, Herr Herbst! Ich komm dann mal rum. Aber denken Sie daran: in kleinen Scheinen.)

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Lire wären toll: Kleine Scheine, große Zahlen.
ähm, ich entsinne mich eines Satzes von Man Ray (a u c h Hochkultur? Das Wort läßt immer an die Khmer denken...): "Die Banane ist groß, doch ihre Schale ist kleiner."

(Und da es Lire nicht mehr gibt, bin ich schon aus Zeitgenossenschaft für --------- Rials*.)

((*Plural von "Rial". www.cosmoquiz.com)

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ja, in welcher währung Sie mich bezahlen, ist mir eigentlich egal. rials sind blöd, da wird einem beim umtauschversuch doch garantiert die hand abgehackt. keine hand und nen sack von rials, nee, das wär mir nix.

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Auch das Gold ist da teuer
Ich saß da mal sieben Stunden auf dem Flughafen fest... und habe alle Extremitäten behalten (ich weiß: gefährlich, sowas hier zu sagen, das wird einem glatt unterm Hintern wegkommentiert, lach)...
Dennoch: Die Scheine sind sehr schön, und man kann sie heutzutage gut gebrauchen, wenn man heil durch Terroristenaufmärsche durchkommen will. Für die Terrorismusgegner wiederum hißt man einfach stars&mcnuggets...

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Titel wie dort:
bov.antville.org

Auch der Nachsatz bleibt gleich.

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He, bov, warum geht das hier nicht weiter?
Ulysse, wo sind Sie? C i r c e ruft, und sie ist diesmal vorbereitet.

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Pigor und Eichhorn wirken stil- /
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